Über schulstart.de

Über die heilende Wirkung von Gegenwind

Es ist Zeit für Teil 2 zur Geschichte von schulstart.de: Der Text ist etwas länger als Teil 1 und behandelt die erste Gründungsphase im Herbst und Winter 2013. Dabei geht es um schulstart in der (schon lange beerdigten) ersten Fassung, weshalb Gegenwind manchmal verdammt heilsam ist und wie es danach weiterging.

Die erste Umsetzungsidee zu schulstart.de folgte meiner bisherigen Erfahrung als Online-Medienunternehmer. schulstart.de sollte sich in die Mitte zwischen Schule und Eltern/Schüler stellen und die von Schule zu Schule und Klasse zu Klasse unterschiedlichen Materiallisten quasi in konkrete Warenkörbe „befreundeter“ Online-Shops übersetzen. Mitwirkende Schulen und Lehrer könnten ihren Eltern dabei ein „quasi“ One-Click-Shopping und eine  attraktive Alternative zum Rundgang durch diverse Geschäfte im eigenen Dort oder Stadt anbieten, schulstart.de sollte als eine Art Makler dabei Aufträge vermitteln und konkrete Produkte testen und vorschlagen.

Erstes Konzept von schulstart.de

Erstes Konzept von schulstart.de: Damals sollte es noch ein Makler-Portal werden.

Passend dazu musste ein Name her: Aus meinen früheren Erfahrungen im Web war schnell klar, dass ich keinen Kunstnamen suche und erst recht kein neues „-ando“ gründen will, sondern der Domainname einen klaren Bezug zur geplanten Internetseite und den Services dort haben soll. Zudem sollte es eine Domain sein, die nicht nur Erstklässler und deren Eltern anspricht, sondern viele Jahrgangsstufen. Im Englischen gibt es da den wunderschönen, freilich von Industrie und Handel geschaffenen, Begriff „back-to-school“, eine knackige Übersetzung ins Deutsche fehlt aber. Einige Recherchestunden im Internet, bei Domainregistraren und -handelsplattformen später wurde ich mit schulstart.de fündig und entdecke in den kommenden Monaten und gerade immer wieder, wie wunderbar flexibel dieser Name ist. 😉

Danach folgte ein erstes Mini-Layout auf Basis eines Stock-Fotos mit dem im englischen Sprachraum sehr bekannten Begriff „Back-to-school“ und etliche Präsentationen des Geschäftskonzeptes bei alten und neuen Geschäftsfreunden und -bekannten. Viele, viele Gespräche brachten tolle Inputs, die auch heute noch im zwischenzeitlich veränderten Konzept weiterleben. Alle Gespräche hatten allerdings auch eines gemeinsam: Irgendwie lief es zu gut: Kaum Widerspruch, viel Bestätigung, viel Begeisterung. War das wirklich wahr? War das wirklich so einfach?

schulstart.de Vorab-Layout

schulstart.de im Vorab-Layout

In diesem Sinne sehr, sehr hilfreich war ein Tag auf dem educamp in Berlin im November 2013. Das educamp ist eine (Un-)Konferenz von Lehrern und Bildungsinteressierten zu Bildungsthemen sowie zu Formen und Methoden des Lehrens und Lernens. Viele Teilnehmer aus dem direkten Schulumfeld zeigten dort wenig Interesse am Konzept in der Fassung 1.0 und einer Mitwirkung. Gleichwohl betonten etliche, dass eine ordentliche Materialversorgung der Schüler eine wesentliche Grundlage für ruhiges, entspanntes und erfolgreiches Arbeiten in der Schule sei. Die Materialausstattung sei aber eben auch Schüler- und Elternsache, in die sich die Schule nicht einzumischen habe.

So fuhr ich mit gemischten Gefühlen von Berlin mit dem ICE nach Hause. Einerseits traurig, andererseits aber auch erleichtert, weil mir viel teure Entwicklungsarbeit in die falsche Richtung erspart blieb. Das Feuer, den Einkauf von Schulmaterialien mit sinnvoller Nutzerführung und Konzepten online zu bekommen, brannte aber weiter in mir. Ich wollte das Thema einfach nicht fallen lassen. Die folgenden Wochen wurde viel nachgedacht und noch mehr mit Familie, Freunden und Bekannten diskutiert, wie man schulstart.de anders aufstellen kann. Wie bekommt man den Schulmaterial-Einkauf so ins Internet, dass Eltern (und Schüler in höheren Klassen) dies gerne, schnell und einfach online kaufen? Und: Will ich den Schritt wagen und selbst (Online-)Fachhändler werden – mit allen Herausforderungen, aber auch allen Chancen?

Über den Jahreswechsel 2013/2014 und in den allerersten Wochen in 2014 reifte dann die Entscheidung und Zuversicht: Ja, wir machen das selbst und werden Shop!

Und damit geht es dann beim nächsten Mal weiter …

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