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Wir fordern eine digitale Infrastruktur für Schulen

Berlin – Die Fachgruppe EdTech im Bundesverband Deutsche Startups begrüßt den Antrag der Koalition und unterstützt die Forderung nach flächendeckenden Breitbandanschlüssen an deutschen Schulen ausdrücklich. Darüber hinaus fordert die Fachgruppe in einem eigenen Positionspapier weitere Schritte von der Politik, um Deutschlands Lehrerinnen und Lehrer in die Lage zu versetzen, zeitgemäßen Unterricht mit einer Vielzahl an Medien gestalten zu können.

Bisher verfügen die wenigsten Schulen über ausreichend schnelle Internetverbindungen, die es erlauben würden, dass mehrere hundert Schüler gleichzeitig Unterrichtsmaterialien im Internet nutzen können. Nur mit schnellen Internetverbindungen ist es möglich, z.B. Videos im Unterricht zu streamen, Software zu nutzen, die Lernpfade auf die individuelle Stärken und Schwächen anpasst, Schülerinnen und Lehrerinnen kollaborativ mit digitalen Medien arbeiten zu lassen oder die Prinzipien sozialer Netzwerke in einer sicheren Cloud auch in der Schule Anwendung finden zu lassen. Den Schulträgern fehlt bislang oft das Geld, um in die Infrastruktur, Schulungen und Personal investieren zu können.

Startups aus dem Bildungsbereich begrüßen den Pakt für Digitale Bildung von Union und SPD

Benjamin Wüstenhagen, Sprecher der Fachgruppe und Gründer von meinUnterricht.de: “Ich hoffe, die Initiative der Koalition ändert das zügig – unabhängig vom Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern. Andere Länder, wie z.B. die USA zeigen exemplarisch den Weg mit dem dortigen Programm Future Ready Schools.”

Florian Nöll, Vorsitzender des Startup-Verbandes, ergänzt: “Wir brauchen eine digitale Infrastrukturpolitik für das Bildungssystem. Die meisten Schüler sind bereits Digital Natives – es kann nicht sein, dass wir sie jeden Morgen auf eine Zeitreise ins vordigitale Zeitalter schicken.”

Die Fachgruppe EdTech formulierte unter Mitarbeit der Startups ChemTics, edyou.de, meinUnterricht.de, schulstart.de, Scolibri und sofatutor.com im Startup-Verband ein Positionspapier für einen zeitgemäßen Unterricht an Schulen.

Zu diesen Kernforderungen zählen ein flächendeckender und kostenfreier W-LAN Zugang für Lehrer/innen und Schüler/innen. Hierbei sollen BYOD (bring your own device)-Konzepte an Schulen durch die Schulträger ermöglicht werden und gezielte Förderungen für die Realisierung zu initiieren. Dabei ist es sinnvoll ein dezentrales Budget für digitale Angebote zur Verfügung zu stellen, damit Lehrer/-innen konkrete Lösungen für ihre Klassen bereitstellen können. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass eine klare und einheitliche Regelung für Datenschutz und Kommunikation fehlt sowie ein reflektierter Umgang mit OER seitens der Politik.

Zum Positionspapier Digitale Infrastruktur für Schulen.

Interessierten Journalisten steht Anna Holz, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Startup-Verband, für Fragen und Kontaktwünsche zum Fachgremium gerne zur Verfügung: anna.holz@deutschestartups.org

Gerne wenden Sie sich auch direkt an schulstart.de:
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